Türchen 12: Wie funktionieren (über-)lebensgroße Puppen wie Samson oder die Gorgs?

Es gibt Puppen, deren Funktionsweise sehr offensichtlich ist. Marionetten beispielsweise werden von oben über Fäden bedient. In Klappmaulpuppen steckt eine Hand, die den Mund bewegt. Aber wie ist das mit (über-)lebensgroßen Figuren, wie sie zum Beispiel in der Sesamstraße (Samson) oder bei den Fraggles (die Gorgs) zu sehen sind?

Frank Meschkuleit und Tish Leeper in Junior Gorg bzw. Ma Gorg. (Bild: http://muppet.wikia.com)

Frank Meschkuleit und Tish Leeper in Junior Gorg bzw. Ma Gorg. (Bild: http://muppet.wikia.com)

In diesen von Jim Henson erdachten Figuren stecken Figurenspieler. Sie sind hauptsächlich für die Bewegung und Gestik zuständig. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, wiegt doch das gesamte Kostüm nicht selten an die zwanzig Kilogramm. Da der gesamte Kopf äußerlich vollkommen ausgestaltet ist, gibt es keine Gucklöcher oder ähnliches. Die Schauspieler müssen sich einzig über einen eingebauten Monitor orientieren. Die große Schwierigkeit dabei: Sie sehen das Bild, das die Kamera von ihnen macht, also sich selbst von außen. Dinge, die sie in der Hand halten können sie nicht direkt ansehen.

Zu diesem Puppenspieler im Inneren gibt es einen zweiten Spieler, der über eine Fernbedienung die Mimik – im einfachsten Fall die Augen und den Mund – steuert. Bei Jim Henson wird die Fernbedienung Waldo genannt. Der zweite Figurenspieler leiht dem Charakter auch seine Stimme. Beide Spieler müssen gut eingespielt sein, damit Mimik und Gestik zusammen und zum Inhalt passen.

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